Landessynode in Lindau, wir waren dabei!

Verlässliche Versorgung
Bildrechte: Anne-Lore Mauer
Liebe Kolleg*innen, liebe Mitglieder,
 
ich schreibe euch von der Landessynode in Lindau, wo gerade der Bericht des Landesjugendpfarrers zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vertieft wird. Das Thema ist interessant und wichtig, genau wie einige andere Themen, die bearbeitet werden. Eine Liveschaltung zur Landessynode und viele Berichte sind übrigens immer zu finden unter: https://landessynode.bayern-evangelisch.de/
 
 
Eines der zu behandelnden Themen ist der Abschlussbericht von "Miteinander der Berufsgruppen", wegen dem auch Christina Büttner (unsere Katechetin im VERK-Vorstand) angereist ist.
Ich habe das Dokument ja bereits herumgeschickt und auch vereinzelt kritische Rückmeldungen bekommen: Ist der MdB-Bericht das Papier wert, auf dem er steht?
Meine Antwort: die gemeindepädagogischen Konzepte, die im religionspädagogischen Studium vertieft werden, sind viel viel weiter, als die Gesamtkirche, was das Miteinander und die Vielfalt von Kirche angeht. Das Startniveau des Prozesses ist daher viel niedriger als in gemeindepädagogischen Konzeptionen von Kirche. 
Aber die beschriebenen Schritte und Maßnahmen führen nicht nur ideell, sondern auch real weiter, wenn sie angepackt werden. Bitte habt also Geduld und Mut, denn der Dampfer fährt - und zwar gerade wirklich in eine gute, erfreuliche Richtung, wenn wir uns auch wünschen können, er wäre schon ein paar Jahre früher in diese Richtung losgefahren.

 
 
Ein anderes großes Thema hätte die Anpassung/Kürzung der Versorgungsleistungen sein sollen... tatsächlich wurde die Eingabe aber aufgrund dringender Bitte des LSA zurückgezogen. Zu viel Unruhe und Desinformation war im Raum, als dass eine Entscheidung jetzt einfach übers Knie gebrochen hätte werden können ohne zu großen Verwerfungen zu führen.

Wir als Berufsgruppenvertreter*innen sehen den Rückzug der Eingabe an sich positiv, denn tatsächlich gab es zwar 2 Gespräche mit uns Berufsgruppenvertreter*innen, aber eine wirkliche Beteiligung und auch eine wirkliche Klärung der Notwendigkeiten hat noch nicht stattgefunden. Dabei nehmen wir durchaus wahr, dass die aktuellen Empfehlungen bereits unsere dort vorgebrachte Kritik an den ersten Vorschlägen ganz bewusst aufgenommen haben - das begrüßen wir auch ausdrücklich.
Wir halten es insgesamt durchaus für nötig, über nachhaltiges Wirtschaften in unserer Kirche nachzudenken - sind nur nicht überzeugt davon, dass die Kürzung von Versorgungsleistungen eine unbedingte Maßnahme auf diesem Weg sein muss. Durch den Rückzug der Eingabe ist nun Zeit und Möglichkeit, dass Kirchenleitung auch noch mal auf uns Berufsgruppenvertretungen zugeht.
 
Um übrigens darauf aufmerksam zu machen, dass wir ALLE (übrigens auch Angestellte, aber deren Renten stehen aktuell wirklich nicht zur Diskussion!) eine verlässliche Versorgung brauchen, haben wir gemeinsam mit den Diakon*innen, Kirchenbeamt*innen und Pfarrer*innen einige Roll-Ups produziert und aufgestellt mit dem Slogan "verlässlich miteinander unterwegs. Verlässliche Versorgung." (Siehe Foto im Anhang). Dazu haben wir Äpfel an Gäste und anwesende Vertreter*innen des LKA verteilt, die uns mit Vitaminen und Energie und Lebensnotwendigem versorgen - und zuvor mit den beiden Worten "Verlässliche Versorgung" beklebt.
 
Anne-Lore Mauer
2. Vorsitz VERK e.V